Das wars: Java Forum Stuttgart 2008

Das Java Forum Stuttgart 2008 hatte dieses Jahr wieder einige interessante Vorträge zu bieten. Im Gegensatz zu letzten Jahr wurde der Fokus stärker auf reine Entwicklerthemen gelegt – Vorträge zu Entwicklungsprozessen gab es leider nicht. Insgesamt haben wohl mehr als 1100 Personen teilgenommen, was zu ziemlichen Gedränge in den Pausen geführt hat.

Die BOF-Sessions – die es dieses Jahr zum ersten Mal gab – fanden anscheinend nicht den erhofften Anklang. Lediglich drei Sessions wurden vorgeschlagen, das Interesse war eher gering. Schade eigentlich.

Sessions

Advanced Eclipse BIRT Report Customization

Virgil Dodson, Actuate Corporation

Virgil konnte in seinem Vortrag einige Einblicke in die weitergehenden Konzepte von BIRT geben. Interessant war hier v.a. welche Möglichkeiten zur Beeinflussung der Reports existieren. Insgesamt war der Vortrag jedoch ein bisschen hektisch, zu viele kleine Informationsstückchen in kurzer Zeit.

Datenschaufler für Java

Frank Pientka, IMPAQ AG

Vortrag zum Thema ETL (Extraction Transform Load) mit überraschend vielen Zuhörern. Laut Frank ist das Thema ETL ja eher die “Schmuddelecke” der IT ;-)

Es wurde ein guter Überblick über Ansätze und Werkzeuge in diesem Bereich gegeben. Die Vorteile von Open Source Lizenzen wurden benannt (weniger Risiken, mehr Flexibilität, weniger Abhängigkeit) und das Thema ETL wurde auf der Gartner Hype-Kurve als “aufkommend” dargestellt.

Etwas genauer wurde auf die beiden Tools Kettle und Talend eingegangen. Sehr interessant, würde mich auch mal gerne damit beschäftigen – schließlich wollen meine Entwickler immer Unsummen für Importer/Migrationen investieren ;-)

Subversive and Fast Track – a Perfect Match

Timothy Ströbele, Polarion Software GmbH

Subversive als SVN-Integration in Eclipse, Fast Track als Issue-Tracker, der alle Informationen in SVN speichert. Super Lacher wurden durch die Popups in der Präsentation ausgelöst: “… your audience might get  tired” oder “They may be already asleep by now”.

Quelle: http://www.jfs2008.de/jfs/2008/folien/C5..pdf

Geschäftsprozesse & Regeln mit jBPM & Drools – ein unschlagbares Team

Bernd Rücker, camunda services GmbH

Die Einführung in jBPM und Drools hat mein Interesse an diesen Frameworks/Tools geweckt. Wenn ich (irgendwann mal) Zeit habe, muss ich mir jBPM und vor allem die Rules Engine Drools unbedingt mal ansehen ;-)

Collaborative Software Development – Developing Software like a band plays Jazz

Dr. Erich Gamma, IBM Rational

In dem Vortrag wurde die team-orientierte Entwicklungsumgebung (“collaborative development environment”) Jazz vorgestellt. Erich hat sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Jazz KEIN Open Source Projekt ist und alle Elemente (SCM, Items, Build, Reporting) neu entwickelt wurden. Da alles neu geschrieben wurde, konnten alle Prozesse und Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Dadurch ist es mit JAZZ möglich über Work Items alle Aktionen von der Erfassung von Anforderungen bis zum Deplyoment nachzuvollziehen.

Auf die Frage, ab welcher Teamgröße JAZZ Sinn machen würde, hat Erich darauf hingewiesen, dass es sein Ziel ist, dass die Plattform für Teams ab zwei Personen sinnvoll nutzbar ist. JAZZ “darf nicht im Weg stehen”.

Wer eine neue Plattform für die Softwareentwicklung sucht, sollte den Einsatz von JAZZ einmal prüfen. Eine kostenlose Community Edition existiert.

Mittagessen

Wie schon letztes Jahr, gabs lange Schlangen vor dem Buffett – das kann man sicherlich besser organisieren! Teilweise waren die Buffetts auch recht schnell leergeräumt, das Personal kam mit dem Auffüllen nicht nach. Die Qualität des Essens war früher im SI-Center auch besser ;-)

Abendveranstaltung

Wieder Schlangen – diesmal vor dem Bierausschank. Auch dieser Teil war im SI-Center früher besser, v.a. weil die Lokalität sehr steril wirkt.

2 thoughts on “Das wars: Java Forum Stuttgart 2008

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  2. Also für 90 Euro Eintritt konnte man das Essen durchaus gut finden. Und die Kosten/Nutzen-Rechnung hat sich durch das Freibier deutlich Richtung Nutzen verschoben ^^

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