eXtreme Pragmatic Agile Project Manager

Das Leben ist kein Streichelzoo und drum haben wir es nicht so leicht, wie wir’s gerne hätten.

Worauf ich hinaus will? Nunja, auf mein Job als “XPAPM” (“eXtreme Pragmatic Agile Project Manager”). Ich musste ja vor kurzem wieder einmal erfahren, dass es im Kontext von Scrum keinen “Agile Project Manager” geben darf.

Aus Protest bin ich jetzt auch XPAMP und setze auf XPSLP (eXtreme Pragmatic Scrum-Like Process).

Als XPAPM bin ich weder ein reiner PO noch ein SM noch Team. Ich bin damit aus Scrum-Sicht nicht existent sondern in einer Zwischenwelt unterwegs ;-)

Beispielsweise beschäftige ich mit dem kritischen Pfad in Projekten und benutze MS Project, um Meilensteine und Aufgaben grob zu visualisieren und als Diskussionsgrundlage mit dem Kunden, falls dieser sich nicht auf eine Betrachtung des PBL oder der Sprint-Backlogs einlassen will. Ausgehend von diesem grundlegenden Plan, in dem wichtige Termine festgehalten sind werden Themen (Scrum-speak “Epics”) einem oder mehreren Sprints zugeordnet. Schnell erkennt man Abhängigkeiten, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen – und noch viel wichtiger – schnell erkennen eine ganze Menge Stakeholder in dem Projekt, dass sie evtl. auch noch etwas tun müssen oder eine Zulieferung benötigen.

Alles ziemlich verrucht im Scrum-Universum ;-)

Mike Cohn schlägt ja hier eine aus dem PBL erzeugbare (?) Visualisierung vor: Visualizing a Large Product Backlog with a Treemap. Auch nicht schlecht, allerdings muss ich dann meinen Kunden zunächst coachen.

Also, ich setze MS Project ein, obwohl ich gerade ein großes Projekt mit Vollgas als PO in einem Team entwickeln lasse – soviel zu “Traditional Project Management Software“. Der Projektplan im MS Project darf nur nie eine gewissen Komplexität übersteigen – es sollten nur die wichtigsten Meilensteine und grobe Vorgänge enthalten sein. Meine Kunden wollen meist mehr, aber da gelingt es dann doch recht häufig für Details auf die Sprintplanungen zu verweisen.