Mittelstand: Zuviele Projekte, fehlende Kommunikation mit Stakeholdern, kaum PM-Methodenwissen

Auf Jahooda wird unter der Überschrift “Projektmanagement im deutschen Mittelstand” auf eine Studie zum Projektmanagement im deutschen Mittelstand (business-wissen.de/Haufe Akademie/Hochschule Deggendorf) hingewiesen.

Laut dieser Studie sind 82,2 Prozent der mit Projektarbeit befassten Mitarbeiter in bis zu fünf Projekte gleichzeitig involviert. Optimal sind zwei Projekte, der Grundsatz hier: Je komplexer und unterschiedlicher die Projekte sind, umso weniger können effektiv betreut werden.

Die Studie attestiert eine mangelnde Kommunikation mit den Stakeholdern. Dies ist wohl kein Wunder, wenn man die ganze Zeit zu 100% oder mehr ausgebucht ist. Unter diesen Umständen vermeidet man jeden Kontakt, denn es könnte Mehrarbeit entstehen. Im Endeffekt scheitern dann die Projekte an der fehlenden Kommunikation.

Interessant ist auch, dass der Mittelstand lieber Termine verschiebt als Funktionen aufzugeben. Die Einhaltung des Budgets wird als weniger wichtiges Ziel angsehen.

Weitere Schwerpunkte: Kaum PM-Standards, Linienstrukturen vor Projektstrukturen und kaum Methodennutzung. Keine Anreize/Boni für erfolgreiche Projektarbeit gesellen sich zum Unwillen konsequent in die Weiterbildung des Projektpersonals zu investieren.

Projektmanagement im Mittelstand als Sackgasse oder als Feld in dem noch viel Potential ungenutzt ist?