Projektvermittlungsplattformen

Heute ein Gastbeitrag von Wojciech Dziedzic (twago), der sich mit der Nützlichkeit von Portalen für virtuelle Teams beschäftigt. Diese Art von Portalen ist sehr hilfreich beim Outtasking und mit zunehmender Erfahrung der Nachfrager können auch komplette Projekte von virtuellen Teams abgewickelt werden.

Wojciech beschreibt dieses Thema natürlich am Beispiel der Projektplattform twago etwas genauer.

Wie man heutzutage ein virtuelles Team erstellt

Noch vor einem Jahrzehnt war für viele unvorstellbar die Arbeit in Projekten komplett online zu organisieren und durchzuführen. Auch damals gab es natürlich Freelancer, die auf verschiedene Weisen ihre Aufträge akquirieren und durchführen konnten. Erst die Entwicklung des Internets und die rapide Steigung der Anzahl der Internetnutzer haben jedoch den Alltag des Freelancings stark verändert. Heutzutage können freie Mitarbeiter neben den traditionellen Methoden auch verstärkt die modernen Medien, wie zum Beispiel das Internet zur Suche nach Projekten, nutzen. Die Online-Welt bietet den Freelancern viele Möglichkeiten, neue Aufträge zu finden. Den traditionellen Jobanzeigen aus den Tageszeitungen entsprechen die Online Jobbörsen. Auch gibt es verschiedene themenspezifische Foren und Business-Netzwerke wie XING und LinkedIn, in denen man neue Kontakte knüpfen und aktiv nach neuen Aufträgen suchen kann. Eine weitere  Möglichkeit bieten Projektvermittlungsplattformen wie zum Beispiel twago, elance.com oder odesk.com. Dort haben Freelancer die Chance sich auf international ausgeschriebenen Projekten zu bewerben und den Auftraggeber von sich zu überzeugen.

Was soll jedoch der Auftraggeber machen, wenn man für ein komplexes Projekt verantwortlich ist und verschiedene Spezialisten braucht?

Diesen Fall möchte ich an einem Beispiel erläutern: Ein Unternehmen (weiter ein Kunde) braucht eine moderne Internetseite. Um diese zu realisieren, benötigt der Auftraggeber einen PHP-Programmierer (Beispiel: PHP Programmierer bei twago ) oder auch Programmierer und Graphikdesigner.

Um ein solches Projekt auszuschreiben, kann sich der Kunde auf Projektplattformen registrieren. Nachdem das Projekt genau beschrieben und die eigenen Wünsche erklärt sind, bekommen alle auf der Plattform registrierten Freelancer, die in der Beschreibung geforderte Fähigkeiten in ihren Profilen angegeben haben, eine Benachrichtigung. Die Fachspezialisten aus den gewünschten Bereichen setzen sich mit dem Kunden in Verbindung und klären die noch unklaren Details und Erwartungen des Auftraggebers.

Twago im Vergleich mit US amerikanischen Portalen

Im Gegensatz zu amerikanischen Portalen richtet sich twago eindeutig an den europäischen Markt. Auf twago schreiben hauptsächlich Kunden aus Deutschland (derzeitiger Kernmarkt), Italien und Spanien Projekte aus. Dienstleister kommen ebenfalls aus diesen Ländern, aber auch zu einem großen Teil aus aller Welt. Kunden können dementsprechend entweder Dienstleister in ihrem direkten Umfeld/Stadt bzw. in ihrem Land oder aus anderen Ländern auswählen und die entsprechenden Vorteile nutzen (lokale Nähe und gleiche Sprache vs. größere Dienstleisterauswahl und Kostenvorteile).  Mit safePay bietet twago zudem als einzige europäische Plattform einen sicheren Treuhand-Bezahlservice an. Vor Projektbeginn zahlt der Auftraggeber dabei den Betrag ein. Der Dienstleister weiß dann, dass seine Bezahlung gesicher ist. Keiner der beiden hat jedoch während des Projekts Zugriff auf das Geld. Erst nach erfolgreichem Abschluss gibt der Kunde die Bezahlung frei und der Dienstleister erhält den vereinbarten Betrag.

Vorteile einer Projektvermittlungsplattform

Eine solche Zusammenarbeit ist sehr bequem, sowohl für den Auftraggeber, als auch für die Freelancer, der sich auf diese Weise einen internationalen Kundenstamm aufbauen kann. Der Kunde kann zwischen vielen Spezialisten einen für sein Projekt auswählen. Die Dienstleister haben die Möglichkeit, mit mehreren Auftraggebern, in Kontakt zu treten. Und das ohne zunächst selbst aktiv akquirieren zu müssen, da die Benachrichtigung über ein neues Projekt automatisch verschickt wird. Als Dienstleister muss man jetzt nicht mehr stundenlang nach neuen Aufträgen suchen, sondern nur auf eine Benachrichtigung warten.

Die Projektvermittlungsplattformen werden immer populärer, weil sie ihren Kunden Kontakte mit Spezialisten aus der  ganzen Welt ermöglichen. Die Freelancer können von zu Hause weltweit arbeiten. Zum Beispiel kann ein deutscher Programmierer (Beispiele für deutsche Programmierer bei twago) zusammen mit einem chinesischen Graphikdesigner und einem australischen PHP-Programmierer für einen Kunden aus den USA arbeiten. Noch vor 10 Jahren war das nicht ohne weiteres möglich und heute gehört solch ein virtuelles Team für viele schon zum Alltag.

 

Wojciech Dziedzic von twago

3 thoughts on “Projektvermittlungsplattformen

  1. Vielen Dank für den Tipp! Xing usw. nutze ich bereits fleißig, aber die anderen Plattformen habe ich noch nicht ausprobiert

  2. Das verteilte Arbeiten ist auf jeden Fall ein Thema der kommenden 2 bis 5 Jahre – die Technologie ist ja nun mittlerweile auch so ausgreift, dass das alles kein Problem mehr ist. Allerdings denke ich, dass das insbesondere bei kleinen Projekten eine Option ist, größere Projekte halte ich für zu komplex, um sie über verteilte Teams zu bearbeiten (was natürlich auch ein wenig vom Thema abhängen mag).

    – Andreas

    • Hi Andreas,

      ich teile deine Meinung bzgl. der Zukunftaussichten.
      Der Markt von Projektarbeit wird auch weiter ansteigen.

      Viele Grüße
      Thomas

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