Java – der Film

Am Donnerstag findet in Stuttgart das 13. Java Forum Stuttgart statt. Zur Einstimmung, Einschwörung, Indoktrination, Motivation und für Lachkrämpfe sei folgendes Schulungsvideo für Java Experten empfohlen:

Aber Achtung! Java kann tödlich sein ;-)

BTW: Jemand Lust auf eine BoF-Session zum Thema “Scrum aus Entwicklerperspektive – die bessere Welt?”?

Sequenzdiagramme im Netz – Beispiel Angebotsprozess

Sequenzdiagramme sind hilfreich, um Abläufe und daran beteiligte Akteure zu visualisieren. Als Teil der UML werden Sequenzdiagramme von diversen Modellierungswerkzeugen unterstützt.

Vor einiger Zeit bin ich auf einen netten Dienst im Internet gestoßen: WebSequenceDiagrams.com. Aus einer einfachen textuellen Beschreibung werden Sequenzdiagramme erstellt.

Beispiel: Angebotsprozess in Unternehmen

Der Angebotsprozess in den meisten Unternehmen lässt sich ebenfalls in einem Sequenzdiagramm visualisieren. An dieser Stelle geht mein Dank an Andreas L., der meine rudimentäre Skizze des Prozesses in eine umfassende und universell gültige Beschreibung des Angebotsprozesses überführt hat. Andreas, wolltest Du nicht schon länger den einen oder anderen Artikel schreiben? Dann könnte das Niveau dieses Blogs endlich wieder steigen! ;-)

Here we go:

Kunde->Vertrieb:Anfrage
Vertrieb->Projektmanagement:Abschaetzung
Projektmanagement->Entwicklung:Abschaetzung
Entwicklung->Projektmanagement:Keine Zeit
Projektmanagement->Vertrieb:Keine Zeit
Vertrieb->Projektmanagement:Abschaetzung jetzt!
Projektmanagement->Entwicklung:Abschaetzung jetzt!
Entwicklung->Projektmanagement:Abschaetzung geraten
Projektmanagement->Vertrieb:Abschaetzung geraten
Vertrieb->Projektmanagement:Zu Teuer
Entwicklung->Projektmanagement:Keine Leute
Qualitaets-\nmanagement->Projektmanagement:Zu Schlecht
Senior\nManagement->Projektmanagement:Alles ganz einfach
Projektmanagement->Vertrieb:Funktioniert so nicht
Vertrieb->Projektmanagement:Ist strategisch!
Projektmanagement->Vertrieb:Na dann!
Vertrieb->Vertrieb:Kaffeesatz
Vertrieb->Kunde:Kein Problem!

 

Das Ergebnis ist ein Sequenzdiagramm, hier im Stil “napkin” gehalten:

image

Endlich neue Videos von Simon’s Cat

Wie bereits die letzen Male (1, 2) geschrieben: Wer die Reihe “Simon’s Cat” nicht kennt, der hat bisher etwas verpasst.

In den letzten Monaten sind zwei neue unterhaltsame Videos hinzugekommen. Viel Vergnügen:

Simon’s Cat ‘Fly Guy’

Unser Held die Kampf-Katze!

 

Simon’s Cat ‘Hot Spot’

 

Ein Buch (“Simons Katze”) mit der frechen Katze gibt es mittlerweile auch schon …

UmptyFraz und was sonst so passiert …

Ordnung hilft Fokus zu gewinnen. Dies ist wohl ein Grund, weshalb aus Japan die Nachricht kommt, dass die Belegschaft in schlechten Zeiten bitte morgens etwas früher kommt und selbst aufräumt.

In der heutigen Zeit gibt es neben der “echten” Welt eben auch die virtuelle – und diese muss ach aufgeräumt werden. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit meine Festplatte aufgeräumt.

Dabei ist mir aufgefallen wie viel UmptyFraz ich schon mitgemacht habe. Die zwei populärsten Hypes sind sicherlich Model Driven Architecture (MDA) und das ganze Geschrei um die agilen Methoden ;-)

Am Schluss bleien doch immer die gleichen Anforderungen aus der IT-Industrie:

“Wanted: Young, skinny, wirey fellows not over 18. Must be expert riders willing to risk death daily. Orphans preferred. Wage $25 per week.”

- Pony Express advertisement, 1860  (via After the Goldrush von Steve McConnell)

Es gibt ja auch Evangelisten, die Teilzeitarbeit kritisieren. Nein, diesmal verlinke ich nicht.

 

Wie auch immer, zu MDA habe ich einen recht kritischen Foliensatz von mir gefunden, in dem ich auf die Schwächen des Ansatzes hingewiesen habe (“wo ist eigentlich mein Debugger hin?”). Leider ist dieser nie fertig geworden. Auf jeden Fall gefällt mir heute noch eine Folie, die ebenfalls Punkte aus “After the Goldrush: Essays on the Profession of Software Engineering (Best Practices)” enthält:

 image

Hmmm,

  • Can the innovation be misapplied?
  • Must the innovation be applied in its entirety to realize significant benefits?

Im Prinzip und Wirklichkeit

Ja, wer kennt diese Situation nicht: Im Prinzip haben wir alles für ein Projekt zusammen und es muss nur noch los gehen. Alle Schätzungen der sogenannten Experten weisen auf ein überschaubares Unterfangen hin. Gut, das Projekt wird gestartet und muss sich der Wirklichkeit stellen.

Was einem IT Projekt dabei so passieren kann, schreibt Siegried Hauer in ihrer Geschichte “Wie weiss ein Unternehmen, was es eigentlich weiss???”. Unterhaltsam … und aus der Realität geschrieben ;-)

Auf ihr lesenswertes Blog “Projektgeschichten” bin ich via einem Artikel von Andreas gestoßen. Ach, immer die gleichen Verdächtigen ;-)

Cargo Cult & Scrum & was weiss ich

imageVor einem Jahr habe ich schon kurz über kultische Handlungen und verblendete Missionare aus der “agilen Subkultur” ;-) geschrieben und mich kurzerhand zum XPAPM (eXtreme Pragmatic Project Manager) ernannt.

Das Thema kommt jetzt gerade wieder hoch (Sommerloch?), so versteht Boris irgendwie nicht, dass für manche Betrachter Scrum etwas kultisches haben kann.

Ralf Eisend schreibt was nettes über “Cargo Cult” und verweist auf die Glaubenskämpfe im Umfeld von Scrum und anderen agilen Methoden. Naja, fairerweise will ich nicht unterschlage, dass er wohl auf Projektmanagement im Allgemeinen abzielt. Da aber gerade Scrum so hipp ist …

Dabei könnte alles doch so einfach sein: Inspect & Adapt. Anschauen, verstehen, anpassen. Dazu noch “Individuals and interactions over processes and tools” und es sollte passen.

Dabei bitte auch kritische Diskussionen aushalten und zugeben, wenn man etwas nicht weiß. Nicht alles aus den ersten Scrum Büchern kann man direkt in der Unternehmensrealität einsetzen ohne auch Schaden anzurichten.

Uuuuund gaaaanz wichtig: Nicht alles dreht sich gleich im Scrum-Takt wenn man das will. Falls es überhaupt möglich sein sollte eine Organisation entsprechend umzubauen ist dies ein harter Weg. Ein Weg, der nicht für alle Beteiligten Gutes bringt und auch zu Verlierern führt. Hier ist wirklich Augenmaß gefragt!

Scrum ist doch gut …

Ich bin von der grundlegenden Idee und den Werten in Scrum überzeugt. Ich sehe diese allerdings stets im Kontext. Eine Unternehmensrealität kann auch dazu führen, dass bestimmte Dinge (Praktiken) nicht funktionieren können und das Leben von (positiven) Werten zu Problemen führt.

Ist das ein Problem von Scrum? Nein. Das Problem ist, dass teilweise die Realität (der Kontext) ignoriert wird, in dem die Praktiken und Werte Anwendung finden.

Die Herausforderung besteht dann darin, die Rahmenbedingungen langsam anzupassen oder erkennen zu müssen, dass eben nur eine suboptimale Implementierung von Scrum möglich ist.

Viele freiberuflichen Berater kennen diese langen und teilweise sehr frustrierenden Kampf nicht (mehr). Freiberufliche Experten werden eingesetzt, wenn grundsätzliche Entscheidungen bereits getroffen wurden. Meist auf Basis der Erkenntnis, dass es überhaupt ein Problem gibt.

Naja, deshalb haben es die großen Scrum-Evangelisten einfacher. Von denen wird erwartet, dass sie die “große Welle” mitbringen.  Es folgt leider häufig eine Zeit voll Aktionen und Reorganisation von Prozessen. Der freie Berater als Held und Evangelist. “Ich sage euch was ihr machen müsst, damit es euch besser geht!” ist doch häufig das Muster nach dem agiert wird.

Aber auch Berater aus dem Scrum-Umfeld  sind eben nicht davor gefeit auf einem Auge blind zu sein. Dann beginnt lokale Optimierung (“ändere das was Du kannst”), was sofort Widerstand an anderer Stelle hervorrufen kann. Bevor dies aber richtig deutlich wird, ist der Berater schon wieder auf einem anderen Gig…

Ist ja auch gut so. Oder so …