PMCamp 2011 am Bodensee

Nächste Woche ist es soweit: Das erste D-A-CH PM Camp 2011 DACH findet vom 3.-5. November an der FH Vorarlberg in Dornbirn statt. Das Programm ist eine interessante Mischung aus geplanten Vorträgen und offenen Slots (Barcamp Style).

Eine unabhängige, offene und kollaborative Standortbestimmung jenseits des Einflusses großer PM-Organisationen ist unser Ziel. Gängige Standards sind für uns nur eine Facette des immer vielfältiger werdenden PM-Kosmos. Spannend wird es dort, wo die klassische Lehre im (scheinbaren) Gegensatz zu neuen Strömungen steht. Das PM-Camp schlägt eine Brücke zwischen (scheinbar) widerstrebenden Aspekten des gelebten Projektmanagements

Spannend wird sicherlich die Marcus Raitner (u.a.) begonnene Diskussion rund um Open-PM. Dahinter versteckt sich eine Idee, eine Alternative zu GPM und PMI zu etablieren.

Freue mich auf die Vorträge, aber ganz besonders auf die Diskussionen mit den anderen Teilnehmern!

Neuigkeiten zum PMCamp können via RSS und Twitter (PMCamp11) verfolgt werden.

Projektvermittlungsplattformen

Heute ein Gastbeitrag von Wojciech Dziedzic (twago), der sich mit der Nützlichkeit von Portalen für virtuelle Teams beschäftigt. Diese Art von Portalen ist sehr hilfreich beim Outtasking und mit zunehmender Erfahrung der Nachfrager können auch komplette Projekte von virtuellen Teams abgewickelt werden.

Wojciech beschreibt dieses Thema natürlich am Beispiel der Projektplattform twago etwas genauer.

Wie man heutzutage ein virtuelles Team erstellt

Noch vor einem Jahrzehnt war für viele unvorstellbar die Arbeit in Projekten komplett online zu organisieren und durchzuführen. Auch damals gab es natürlich Freelancer, die auf verschiedene Weisen ihre Aufträge akquirieren und durchführen konnten. Erst die Entwicklung des Internets und die rapide Steigung der Anzahl der Internetnutzer haben jedoch den Alltag des Freelancings stark verändert. Heutzutage können freie Mitarbeiter neben den traditionellen Methoden auch verstärkt die modernen Medien, wie zum Beispiel das Internet zur Suche nach Projekten, nutzen. Die Online-Welt bietet den Freelancern viele Möglichkeiten, neue Aufträge zu finden. Den traditionellen Jobanzeigen aus den Tageszeitungen entsprechen die Online Jobbörsen. Auch gibt es verschiedene themenspezifische Foren und Business-Netzwerke wie XING und LinkedIn, in denen man neue Kontakte knüpfen und aktiv nach neuen Aufträgen suchen kann. Eine weitere  Möglichkeit bieten Projektvermittlungsplattformen wie zum Beispiel twago, elance.com oder odesk.com. Dort haben Freelancer die Chance sich auf international ausgeschriebenen Projekten zu bewerben und den Auftraggeber von sich zu überzeugen.

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AgileEE2011: Videos der Keynotes online

Die wichtigsten Vorträge der Agile Eastern Europe 2011 werden jetzt nach und nach ins Netz gestellt. Die Videos sind alle sehr gelungen und die Präsentationen sind ebenfalls abrufbar.

Neben den Keynotes von Alistair Cockburn (Effective Software Development In The 21st Century: The New Face Of Software Engineering), J. B. Rainsberger (The Extreme Decade: Progress, Pain, Paradox”) und Jurgen Appelo (“How to Change the World”) jetzt auch die Keynote von

Elisabeth Hendrickson (Blog).

Ihre Session mit dem Titel "Agile Testing, Uncertainty, Risk, and Why It All Works" ist deshalb so interessant, da sehr eindrücklich der Wert von kurzer Zyklen und echten Auslieferungen erläutert wird.

Die Argumentation ist in etwa wie folgt:

  • No roll out to real customers –> Speculation build up –> big tank of toxic stuff
  • Speculation we are basing our decisions on
  • Fact is: Empirical Evidence trumps Speculation. Every. Single. Time.

 

Keynote by Elisabeth Hendrickson from AGILEEE on Vimeo.

Es gibt noch viele weitere Anregungen in dem Talk, weshalb ich empfehle das Video und die Präsentation in Ruhe anzusehen.

Projektleiter und Aggression

In seinem neuen Podcast “DAPR33 – Mehr Biss im Projekt” diskutiert Mario Neumann die Bedeutung der Aggression, vor allem warum Projektleiter sich ihrer Aggressionen bewusst sein müssen, um sie konstruktiv nutzen zu können.

Hierbei bezieht er sich zu großen Teilen auf Thesen zur “positiven Aggressivität” von Prof. Jens Weidner, der diese in seinem Buch “Die Peperoni Strategie” zusammengefasst hat. Die Ansätze werden mittlerweile bei Management-Trainings genutzt, um Führungskräfte darauf vorzubereiten mit fremder Aggression besser zurecht zu kommen und die eigene Aggression gewinnbringend einzusetzen.

Er erzählte von vielen hochqualifizierten Führungskräften, die stagnieren, weil sie in Deckung gingen, sobald es Gegenwind gab.

Verlieren ist erlaubt, nicht kämpfen verboten

Ein Projektleiter  ist nicht erfolgreich durch unausgegorene Kompromisse sondern dadurch, den eigenen Standpunkt klar zu machen und zu verteidigen. Widersacher, die die eigene Person, das eigene Projekt oder die eigene Organisation angreifen müssen auch einmal bewusst und überlegt attackiert werden, um so möglichen Schaden abzuwenden.

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Projektleiter – ein undankbarer Job

Stefan Hagen hat etwas aufgegriffen, was mich auch schon oft beschäftigt hat: Die problematische Situation von Projektmanagern in vielen Unternehmen. Projektleiter – ein Job, bei dem man tendenziell nur verlieren kann? Leider zu oft Realität …

Probleme mit den Teams

In seinem Artikel bezieht er sich hauptsächlich auf das teilweise angespannte Verhältnis zwischen Projektleiter und Team. So führt er auf, dass in technisch geprägten Unternehmen häufig PLs ohne technischen Hintergrund einen schweren Stand haben oder dass Teams durch das Zurückhalten von Informationen einen Projektleiter auflaufen lassen können.

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Ich stimme dem zu, habe dies teilweise auch schon erlebt. Als (früher) angestellter Projektleiter habe ich jedoch stets das Spannungsverhältnis Projektverantwortlicher <-> Linienverantwortlicher wie es in Matrixorganisationen existiert als am problematischsten empfunden. Im Vergleich dazu sind die Probleme mit Teams oder Teammitgliedern relativ einfach in den Griff zu bekommen, zumindest wenn man die gleiche Sprache (Business/IT) spricht und die grob die selben Ziele teilt. Ein gutes Team identifiziert sich weitgehend mit seiner Arbeit – bei Managern ist dies nicht immer der Fall. Viele Politiker unter den Managern verfolgen ganz eigene Pläne.

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Agileee 2010 – A Summary

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Early this year we decided to attend the Agileee 2010 in Kiev, Ukraine after reading the positive reviews of Agileee 2009. Now – after several days in Kiev – we can tell you that this was probably one of the best conference we have attended for years. Not only good sessions but a lot of very interesting discussions with the participants during the icebreaker party and during the conference days.

Here our short summary of this fantastic conference:

Thursday – Sightseeing and Icebreaker Party

On Thursday we visited the headquarters of Ciklum – one of the largest nearshoring providers in Ukraine. We were introduced to several Scrum teams working for different clients and we were allowed to take part in a Daily Scrum via video conference (client in Denmark). Our summary to this visit is a very positive one. What we saw exceeded our expectation on agile adoption and English skills by far.

After our visit at Ciklum we decided to spend the afternoon sightseeing in Kiev.

Monastery of the Caves

We have been  told a lot about the Kiev Monastery of the Caves and so we decided to visit this world famous imageattraction. It’s a really impressive monastery that includes caverns – a very complex system of (very) narrow underground corridors.

You can find more information about this monastery in Wikipedia:

Kiev Pechersk Lavra (Ukrainian: Києво-Печерська лавра, Kyievo-Pechers’ka lavra), also known as the Kiev Monastery of the Caves, is a historic Orthodox Christian monastery in Kiev, Ukraine. Since its foundation as the cave monastery in 1015 the Lavra has been a preeminent center of the Eastern Orthodox Christianity in Eastern Europe.

Source: http://en.wikipedia.org/wiki/Kiev_Pechersk_Lavra

 

 

Icebreaker Party

In the evening we have been invited to the icebreaker party held in a local pub called “The Barrel”. First we were reluctant to go there as we were quite exhausted by the tourist program we had but we finally got our self moved to the party place. WHAT A FANTASTIC DECISSION! Yes, this was probably the best conference start I have been for years. This was purely relaxing. Several speakers gave spontaneous Jam sessions and it was a fantastic friendly atmosphere.

Agileee 2010 Ice-breaker from Agile Eastern Europe on Vimeo.

Guess what the German conferences are lacking? Such an icebreaker event!

 

Friday & Saturday: Agileee 2010 Conference

After finishing the registration and getting rid of the clothes we were welcomed with classical music played live!

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Infrastructure

The conference had the usual infrastructure including WiFi– and this was a problem. As everybody was using WiFi enabled devices it was sometimes not possible to connect to the internet. The day before the conference started we bought a very cheap 3G SIM card from a local provider (available everywhere in small shops) with some free hundred megabytes of internet access – so no big problem for us.

 

Keynotes from Henrik Kniberg and Mary Poppendieck

The conference program started with two key notes given by Henrik and Mary. While both were interesting I liked the keynote from Henrik more as it introduces some new ways how to explain the essence of agile to people new to Scrum / XP.

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Selling Agile by Paul Klipp

Selling projects done in an agile way is usually hard work as most buyers still believe a fixed price contract is best for them as all the risk is on the side of the provider. If you have been involved in calculating and setting up a project based on a fixed price contract you know that this is not true. Usually both sides have to pay for the risk and changes during the project will result in a lot of discussion and additional costs. So fixed price usually is a lose-lose setup. In his presentation Paul outlines why projects run with agile principles and based on an agile contract are better for both sides. Really liked his arguments and tips.

Management of Offshore Agile Projects

This presentation given  by Sergei Andrzeevski caused a discussion whether what he does is still “agile” or just some best practices that can be used to make distributed projects more successful. As we know that the trade off between real agile practices and compatibility to traditional established company processes always must be considered, we were happy to get some new ideas how to handle problems.

 

Agile Offshoring

We met Andrea Heck and Tibor Vida at the ice breaker party and had some interesting discussions with them. In their presentation they were talking about how agile methods were introduced at Siemens healthcare.

Siemens healthcare is working in a very regulated environment with audits that are necessary for markets like EU, USA, China or Brazil. Something you would expect is difficult to combine with agile processes. They explained how they started (very strict contracts with incentives, V-Modell (phase oriented process model) widely used, documents as interfaces, a lot of overhead by managers, task forces, experts, …) and how they made a successful transition to agile processes by bringing in external experts and visualizing the business processes by value stream mapping. Guess they made a really good job there!

 

Meeting a lot of interesting people.

Beside the official presentations I had a lot of very interesting discussions in the breaks and enjoyed several interesting open space discussion: One with Paul Klipp about “Personal Productivity”, one about "How to transform the company from outsourcing to product business?" with Nikolay Pavlov and one about “Smells in your Scrum implementation” by Radu Davidescu. Thanks guys for sharing your ideas and experience!

 

Another important reason for traveling to Kiev was meeting one of our oldest partners: Ainstainer Group. We finally made it to personally meet the Semenov brothers (Artem and Stanislav) and had a lot of discussions how we can help our customers to succeed using agile processes and teams located in the Ukraine.

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While Ainstainer Group currently still is a quite small company you can expect to hear more from them in the future as the management is very dedicated to success, having a clear customer focus and is working in a highly professional manner.

BTW: We (Ainstainer Group & Agile-Nearshoring.com) started a “Scrum Tool Review project” for which the first review (VersionOne) is already available in the Ainstainers Blog.

 

Summary

Not more to add: Was a great conference, we will be there next year again!

 

Disclaimer: This article was initially published on the Agile-Nearshoring.com blog. As there are still only a few readers registered I decided to publish it on Armerkater.de to reach a wider audience.

Scrum für Schlipsträger – Nachhilfe in Sachen Change Management

Anforderungen sind jetzt Geschichte(n), was früher Rolling Wave Planning hieß wird heute als “agil” gelobt, aber generell sind Pläne pfui, das sind jetzt Backlogs und sie sind eher unverbindlich. Time Boxing, Demingzyklus und Leistungswertanalyse werden unter anderem Namen der jubelnden Entwicklerschar als brandneu und viel geeigneter als alles zuvor verkauft. Außerdem steht jetzt der Mensch im Vordergrund, alles ist Produktentwicklung und Personentage gibt es nicht mehr in der schönen Welt des Scrums.

Wenn es wie eine Ente watschelt, wie eine Ente quakt und wie eine Ente aussieht, kannst du es eine Giraffe nennen, aber es ist dennoch eine Ente.

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Wir wissen ja: Chaos im Unternehmen ist bekanntlich Folge des bösen und generell untauglichen Wasserfallmodells. Fortschritt durch das neue Vorgehen ist hingegen wissenschaftlich belegt gemäß des Axioms “Tausend Gurus können nicht irren” sowie Beweis durch vollständige Anekdote.

Eine dieser Anekdoten geht wie folgt: Man nehme ein vorzugsweise leicht ausgebranntes Entwicklerteam, schule es ein paar Tage in angenehmer Umgebung durch einen hochmotivierten Scrumverkäufer, zelebriere einen unbelasteten Neubeginn, lasse das Team in Ruhe werkeln und messe sodann die Arbeitseffizienz. Überraschung – die Effizienz steigt! Wer hätte das gedacht? Und wer glaubt, dass ein solcher Versuch etwas nachweisen kann?

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Agile Offshore – Can you hear me now?

“Can you hear me now”?” ist ein sehr gutes Webinar von Mark Rickmeier/ThoughtWorks, in dem die Schwierigkeiten von Projekten diskutiert werden, in denen Projektmitarbeiter weltweit verteilt sind und bei denen agile Methoden der Softwareentwicklung eingesetzt werden:

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http://securerespond.com/thoughtworks/offshorewebinar/

 

Ansehen lohnt sich auf jeden Fall!

Zunächst geht er auf die grundlegenden Herausforderungen bei verteilten Projekten ein: Kommunikation, Beziehungen, Vertrauen. Um diese Herausforderungen meistern zu können, müssen entsprechende organisatorische Maßnahmen ergriffen werden. Ich möchte hier jedoch einen kommentierten Auszug aus der Liste der empfohlenen Tools geben, die helfen verteilte Projekte erfolgreich durchführen zu können.

Communication Tools

Instant Messaging (IM)

IM Tools dienen zum schnellen (synchronen) Austausch von Informationen. Man sieht, wann jemand verfügbar ist und schnelle – oft informelle – Chats sind möglich. Sehr gut geeignet auch als Fallback bei Telefonkonferenzen. Ausgesprochene Empfehlung: Camp Fire.

  • Anmerkung: Ich persönlich nutze gerne Google Talk, da hier keine Installation nötig ist, weil ein einfaches Web-Interface existiert. Zudem ist ein GMail-Account weit verbreitet.

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Aufwand, nicht Komplexität

Wohltuend. Jahrelang an “Lehrbuch” CSMs aufgerieben. Immer wieder die gleichen Diskussionen. Nein liebe CSMs, es geht beim Schätzergebnis (Story Points) nicht um Komplexität. Diese spielt natürlich eine wichtige Rolle – aber es geht im Ergebnis immer um Aufwand und Kosten.

(Oft habe ich mich gefragt, wer den CSMs diesen Unsinn erzählt hat… )

Wahnsinn, wie innovativ ich schon vor Jahren war ;-) – damals mit einem Kollegen (Wolfgang for president!) ein Excel-Spielzeug ähnlich wie es Jeff Sutherland jetzt promotet erstellt und dann Aussagen wie “It’s Effort, Not Complexity” von Mike Cohn.

Wirklich befriedigend, diese Bestätigung zu bekommen. Schade nur, dass wir gerade zurechtgestutzt werden, nachdem wir die Probleme transparent gemacht haben. Ist die Gegenreaktion der Linie, vgl. auch “Die dunkle Seite von Scrum”.