Perlen von Scott oder: Scott Ambler on Agile

Scott ist dafür bekannt zu polarisieren. Im Blog Scrum Sense habe ich eine Sammlung interessanter Aussagen gefunden, die Scott bei einer Veranstaltung in Cape Town getroffen hat:

Scott Ambler on Agile.

Einige Beispiele:

Erstmal Basing auf das traditionelle Projektmanagement:

Traditional project management is based on lying, and stakeholders know this.
Earned value management is another lie – there is no value until the software is delivered. It is just not the right metric.

Der folgenden Satz ruft bei mir Erinnerungen an die “Möbel-Polizei” wach. Aktuell dürfen wir auch nicht aufhängen. Drum kleben wir fleissig ;-)

Fire the evil bastards who hang art on the wall in your IT department! Fill all walls with white boards or whote board wallpaper.

Es läuft in eurer Organisation einiges schief? Dann passt:

You can change your organisation [fix it] or you can change your organisation [move to another]!

Und schließlich noch eine Aussage zu Festpreis-Projekten:

Fixed price work is unethical. As wannabe professionals we need to stand up to the bureaucratic treadmill.

Scott Ambler – unterhaltsam wie immer ;-)

Veranstaltung: Karlsruher Entwicklertag – Programm voll mit Themen aus der agilen Entwicklung

Seit einiger Zeit ist das Programm des diesjährigen Karlsruher Entwicklertags (22. bis 26. Juni 2009) verfügbar.

Alle drei Tage enthalten spannende Vorträge die für agile Teams interessant sind.

22. Juni – VKSI Day „Eine Region, vernetzt in der Welt: Software Engineering aus Karlsruhe – Software Engineering in Karlsruhe”

  • Keynote: Jens Coldewey Ort: Silverstroke AG (Ettlingen)
  • Interessante Vorträge u.a.:
    • Einsatz von Freiberuflern
    • Juristisch Aktuelles vom Software Engineering
    • Podiumsdiskussion “Software-Engineering heute – Herausforderung an Industrie und Hochschulen”

23. Juni – Conference Day „Softwaretechnik, Innovation, Qualität“

  • Keynote: Prof. Walter Tichy Ort: IHK Karlsruhe
  • Interessante Vorträge u.a.:
    • Agile Offshoring
    • Entwicklung bei Microsoft: Formal oder Agile?
    • Agil inspiriertes Muti-Projekt-Management
    • Agile Portfolio Management

24. Juni – Agile Day „Agile Entwicklung, agiles Management – Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit“

  • Keynote: Joseph Pelrine Ort: Technologiepark Karlsruhe
  • Interessante Vorträge u.a.:
    • Making Scrum Stick – Transforming the Enterprise
    • Agile Planung – Agiles Geschäftsmodell
    • Podiumsdiskussion: “Clash of Cultures – Agilität und hergebrachte Arbeitsmodelle – Beobachtungen aus USA, Europa, Naher Osten und Asien – Unterschiede und Gemeinsamkeiten.”

Der Karlsruher Entwicklertag 2009 bietet damit zusammen mit dem Java Forum Stuttgart 2009 etwas später eine gute Gelegenheit sich hinsichtlich Entwicklungsmethodik und agilem Vorgehen auf den aktuellen Stand zu bringen.

Ad-Hoc-Prozesse und nicht Wasserfall die Norm in den Unternehmen

Bei den “agilen Evangelisten” ist Wasserfall-Bashing eine beliebte Tätigkeit. Ich habe mich schon immer gefragt, woher der feste Glaube kommt, dass agile Prozesse einen etablierten (verstandenen, gelebten, “funktionierenden”) Wasserfall-Prozess ablösen sollen. Meine Erfahrungen sind eher die, dass zwar viele Unternehmen ungefähr eine Vorstellungen zum Wasserfall-Prozess besitzen, aber kein darauf basierendes Phasenmodell eingesetzt wird. Ich habe immer wieder erlebt, dass Ad-Hoc-Prozesse ablaufen, meist angereichert mit Dokumenten aus dem Wasserfall.

Ähnliches wird auch im Blog lithespeed berichtet:

Notes from the Field, Philadelphia Emerging Tech Conference

Most Organizations are Using Ad-hoc Processes, Not Waterfall

Jim York gave a presentation to well over a 100 people. When he asked how many people were working at organizations that have adopted agile, less than 20 raised their hands. When he asked how many are working at organizations using waterfall, less than five raised their hands.

This may be a surprise to some, but in my experience the majority of organizations are using ad-hoc, not waterfall processes, for developing software. The key takeaway is that we in the agile community can’t focus only on why agile is better than waterfall, we must compare it to the all too prevalent ad-hoc processes that exist.

via LitheSpeed’s LitheBlog: Exploring Lean and Agile: Notes from the Field, Philadelphia Emerging Tech Conference.

Demnach sind agile Prozesse in vielen Unternehmen schon verbreiteter als Wasserfall-Prozesse.

Was sind eure Erfahrungen hinsichtlich Verbreitung von Wasserfall-Prozesse und agilen Prozessen?

Erinnerung: Veranstaltung: Scrum User Group Karlsruhe – Treffen April

Noch einmal zur Erinnerung: Morgen, am 1. April findet ab 20:00 Uhr das nächste Treffen der Scrum user Group Karlsruhe statt.

Diesmal im Wirtshaus Wolfbräu, Werderstraße 51, 76137 Karlsruhe-Südstadt.

Geplantes Thema: Agile Verträge, dazu bin ich zufällig über eine Präsentation gestolpert.

Mehr Informationen zum Termin gibt es hier und hier.

Veranstaltung: Scrum User Group Karlsruhe (April)

Das nächste Treffen der Scrum User Group Karlsruhe findet am 1. April ab 20:00 Uhr statt. Mehr Information via XING.

Achtung! Diesmal findet das Treffen nicht im Restaurant “Grosser Kurfürst” statt, sondern im Wolfsbräu (Werderplatz).

Agenda:

  • 10 Minuten Scrum in Action: Dr. Jürgen Hoffmann berichtet zum Thema Agile Verträge – agieren als Agiler Dienstleister (dieses Thema hat beim letzten Treffen die meisten Stimmen bekommen)
  • Freie Gespräche zu jedem Thema das gerade aktuell ist
  • Themensammlung für folgende Treffen aktualisieren

Das Treffen findet im 2 monatigem Rhythmus immer am ersten Mittwoch im Monat statt.

Übernächster Termin: 3.6. im Restaurant “Grosser Kurfürst” im Nebenzimmer rechts – alle Teilnehmer sind gebeten im Lokal etwas zu trinken, dafür bekommen wir den Raum kostenfrei – leckeres Essen gibts da auch! :-)

via Events – Scrum User Group Karlsruhe | XING.

Done Done – Ohne Ausreden

Falls ich ein Unternehmen gründen sollte, dann werde ich alles tun, um die Softwareentwicklung auf maximale Produktivität auszurichten. Keine Ausreden, keine faulen Kompromisse. No Muda, kein Wischi-Waschi. Es muss mit jeder Aktivität Werte für das Unternehmen erzeugt werden. Ganz klar: Fokussierung aller Kräfte auf die wichtigen Themen, Reduktion von Komplexität durch einfache Grundregeln und Automatisierung – und vor allem Investitionen in das Team als zentrales Organ der Werterstellung. Alles in Einklang mit den agilen Werte / Scrum Werte (Offenheit, Mut, Respekt und Fokussierung, ..).

Simon hat weitere wichtige Punkte recht gut in seinem Posting “‘No excuses’ done done” beschrieben. Nicht bei jedem Punkt bin ich 100% bei ihm, allerdings sehe ich bei jedem Punkt die positiven Aspekte.

Ein sehr kontroverse Punkt dürfte beispielsweise sein, dass das Team für alle Umgebungen verantwortlich ist:

Continuous ‘environmenting’ – Team administers and supports all its environments

  • Stops team shipping crap to production
  • Team develops expertise in how product runs
  • Freedom to innovate in the ‘system space’ to meet business needs
  • Monitoring and alerting with Nagios and Munin

vgl. Präsentation mit weiteren Details – lesenswert

Sehr wichtig ist folgender Hinweis:

This stuff is as hard or as easy as you want to make it. It’s not enough to be doing the technical practices and it’s not enough to be living the values and principles. You gotta do it all and more, at the same time, learning all the while. It takes courage, willpower and zeal. And, dare I say, you gotta know what you’re doing. There really are no excuses. Ultimately, for me, it comes down to having the right people, creating the right environment and working with the right clients.

Das ist verdammt richtig.

Die ideale Arbeitsstätte für agile Teams

Mike gibt in seinem Artikel “The Ideal Agile Workspace” einen Überblick, welche Dinge für Ihn zu der idealen Arbeitsstätte für agile Teams gehören:

  • große, weithin sichtbare Diagramme
  • weitere Gerätschaften mit Statusinformationen (Build Indicators etc.)
  • das Team arbeitet in einem Raum zusammen, wenn möglich inkl. Scrum Master und Product Owner
  • ein Sprint Backlog
  • ein Product Backlog
  • mindestens ein großes Whiteboard
  • ein ruhiger Rückzugsraum
  • Essen & Trinken
  • ein Fenster

In den Kommentaren zum Artikel gibt es einige interessante Verweise auf Bilder von Arbeitsumgebungen für agile Teams. Diese sind sicherlich für die eine oder andere Anregung gut.

Wir sind zum Glück aktuell nicht weit von Mike’s Idealvorstellung entfernt, lediglich Scrum Master & Product Owner sitzen um die Ecke und wir haben aktuell auch keine physikalischen Build Indicators.

Begeistert bin ich von riesigen Task Boards, hier ein Beispiel:

Großes Task-Board

Wichtiger als die genannten Dinge sind natürlich die organisatorischen Rahmenbedingungen. Nur so können die Scrum Values letztendlich auch funktionieren.

Karlsruher Entwicklertage 2009

Die diesjährigen Karlsruher Entwicklertage finden statt vom 22.06.2009 bis zum 26.06.2009. Es wird mehrere Schwerpunkte geben, für den 24. Juni ist der “Agile Day” geplant:

22. Juni – VKSI Day „Eine Region, vernetzt mit der Welt: Software Engineering aus Karlsruhe”
23. Juni – Conference Day „Softwaretechnik, Innovation, Qualität“
24. Juni – Agile Day „Agile Entwicklung, agiles Management – Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit“
25. Juni, 26. Juni – Tutorial Days

Aktuell läuft der Call For Contribution, Einreichungsschluss ist der 27. Februar.

Weitere Informationen auf der Webseite: http://www.andrena.de/Entwicklertag/2009/

Anmerkungen zu den Beiträgen habe ich HIER gemacht.

Treffen der regionalen Fachgruppe “IT-Projektmanagement” (Stuttgart, 23.01.2009)

Diesen Freitag trifft sich die regionale Fachgruppe IT-Projektmanagement wieder in Stuttgart. Diesmal zum Themenfeld: Motivation zur Selbstorganisation, Kennzahlen agiles Vorgehen, Beispiel Scrum.

Folgende Vorträge sind geplant:

  • Das selbst organisierte und selbst motivierte Team – Wunschvorstellung oder Realität? – Ein Praxisbericht. (Philipp Jahn)
  • Ziel: Selbstorganisation des Teams – eine systemische Betrachtung (Dr. Karsten Hoffmann)
  • Kennzahlen in iterativen Softwareentwicklungsprojekten (Wolfgang Kraus)

Mehr Informationen gibt es auf der Seite mit der Einladung.