Java Forum Stuttgart 2011–Die Inflation schlägt zu

Ein Besuch des Java Forum Stuttgart gehört für mich seit Jahren zum Jahresprogramm. Anfang Juli jedes Jahr – auf nach Stuttgart, auf zum Java Forum!

Dieses Jahr hat die Inflation zugeschlagen, die Preise wurden spürbar erhöht! Dies ist besonders für die wohl treueste Gruppe so: Die frühbuchenden JUGS-Mitglieder!

Jahr Frühbucher &
JUGS-Mitglied
Normalpreis
JFS 2010 79 EUR 140 EUR
JFS 2011 119 EUR 150 EUR

 

Der ein oder andere mag der Meinung sein, dass hier wohl die falschen Signale gesetzt wurden …

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Termin: Entwicklertag & JFS2010 (Mitfahrgelegenheit)

Karlsruher Entwicklertag 2010

Nächste Woche findet der mehrtägige Entwicklertag ;-) in Karlsruhe statt. Genauer:

23.06.2010 – Agile Day mit der Keynote von Ken Schwaber “The State of Scrum”
24.06.2010 – Conference Day (Keynote: Dr. Peter Hruschka: “3 Schlüsselrollen im Projekt”)25.06.2010 – VKSI Day (Keynote: Prof. Stefan Tai (KIT), Prof. Jörn Müller-Quade (KIT))

Zuvor gibt es noch Tutorial Days (21./22.6.)

Teilnehmen werde ich am Agile Day und am VKSI Day. Dazwischen muss ich mich meinen diversen Projektaufgaben widmen.

 

Java Forum Stuttgart 2010

Am 1.7. findet das Java Forum Stuttgart statt, ich nehme teil, um mein Netzwerk zu pflegen und wie immer einen Überblick über den aktuellen Stand in der Java-Welt zu bekommen. Als leitender Projektleider braucht es solche Veranstaltungen, damit man nicht in die irre Welt des Top-Management abgleitet ;-)

Hinweis: Ich werde am 1.7. mit dem Auto morgens von Karlsruhe nach Stuttgart und abends zurück fahren. Hier gibt es noch mehrere Mitfahrgelenheiten! Einfach melden!

JFS2009: Zusammenfassung Java Forum Stuttgart 2009

Das Java Forum Stuttgart ist seit Jahren immer eine gute Möglichkeit sich über aktuelle Trends in und um die Java-Welt zu orientieren. Auch dieses Jahr gab es viele interessante Vorträge. Im Vergleich zu den letzten Jahren mit deutlich weniger Vorträgen zu Entwicklungsprozessen und einem stärkeren Schwerpunkt auf neue Tools und Entwicklungsansätze.

Von Traktoren …

Begrüsst wurde man beim 12. Java Forum Stuttgart nicht durch Hightech und Anzugträger, sondern zunächst durch handfestes: Dicke Traktoren von Fendt. Ja, das sind schon beeindruckende Maschinen mit denen unsere Landwirte hantieren können ;-)
traktor

… und Bären

Einer der letzten Vorträge hat dann die Thematik dahingehend aufgegriffen, dass der Einsatz von Bären in Java-Projekten demonstriert wurde.

Butler und Baumeister – Kontinuierliche Integration mit Hudson

Der Vortrag “Butler und Baumeister” von Simon Wiest war für mich (und andere auch) das Highlight des diesjährigen Java Forums. Selten habe ich einen so guten Vortrag erlebt: Inhaltlich stimmig und lehrreich, dabei sehr unterhaltsam und motivierend. Wirklich gute (“hand made”) Folien und natürlich die drei Build-Bären. Noch während des Vortrags habe ich begonnen Hudson herunter zu laden.

Jeder, der nicht in diesem Vortrag war hat etwas verpasst! Danke Simon, das hat wirklich Spaß gemacht!

Hintergrundinformationen:

baeren

Allgemeine Stimmung

Das Java Forum Stuttgart bietet auch stets Gelegenheit sich mit alten Freunden und Bekannten zu treffen. Dieses Jahr war die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen auf das Projektgeschäft natürlich ein heißes Thema.

Viele Bekannte berichten davon, dass aktuell eine große Anspannung herrscht. Die meisten haben noch Aufträge. Einige mussten aber auch schon erleben, wie in kürzester Zeit (innerhalb weniger Stunden) Projekte beendet und Projektteams aufgelöst wurden. Dadurch, dass jetzt zunehmend Kapazität verfügbar wird auf dem Markt steigt natürlich der Druck auf die Stundensätze. Andererseits sind viele laufenden Projekte weiterhin gut aufgestellt und für die beteiligten Freiberufler ertragreich. Die Frage ist hier: Wie lange wird dies noch andauern und was passiert, wenn noch weitere Projekte eingestellt werden. Ein verlustreicher Preiskampf kündigt sich an.
Interessant hierbei ist auch, dass Freiberufler sich starken Druck durch Betriebsräte ausgesetzt sehen. Firmen setzen Freiberufler frei, obwohl sie eigentlich auf deren Expertise angewiesen sind. Hier bin ich gespannt, was passiert wenn sich der Markt wieder dreht.

Weitere interessante Vorträge

Weitere interessante Vorträge waren für mich:

Kampf dem Fehlerteufel

Der Vortrag (Folien) von Jürgen Nicolai beschäftigte sich mit der statischen Codeanalyse zur Sicherung der Softwarequalität. Vorgestellt und verglichen wurden die freien Werkzeuge Checkstyle, FindBugs und PMD. Um zu veranschaulichen, dass es immer noch nicht Standard ist, diese Werkzeuge zu nutzen, wurden Beispiele aus prominenten Produkten/Projekten (JDK, Tomcat, JBoss) vorgestellt. Lehrreich!

Konzepte und Werkzeuge für die Vorprojektphasen – Feedback Lösungslabor

Thomas Avieny, Marco Klemm und Michael Jerger stellten in ihrem Vortrag (Folien) ihren interessanten Ansatz vor, sehr schnell zu einem lauffähigen Programm mit dem fachlichen Kern zu kommen. Ein “schwammiges Pflichtenheft” soll vermieden werden.

Zunächst wurden die Vorprojektphasen kategorisiert als Phasen die voll Unsicherheiten und Hindernisse sind und im Allgemeinen einfach zu lange dauern. Die These von Thomas, Marco und Michael ist, dass konkretes, schnelles und offenes Feedback das Ergebnis deutlich verbessert.

Die rhetorische Frage, ob konkretes oder abstraktes Feedback gewünscht wurde damit beantwortet, dass abstrakten Feedback reduziert werden sollte. Konkret wurde vorgeschlagen statt hunderte Seiten Spezifikation lediglich ein kurzes Überblicksdokument zu erstellen. Details sollen nicht im Dokument stehen, sondern so schnell wie möglich als umgesetzte Anforderung für eine Bewertung durch den Kunden bereitgestellt werden. Durch die Umsetzung können Annahmen viel besser validiert werden und Risiken werden früher erkannt. Wichtig hierbei ist, dass das Feedback zur Verfügung stehen muss, wenn die Entscheidung ansteht.

Um dies zu ermöglichen sind verschiedene Punkte zu beachten:
Anforderungen sollten in einer Form spezifiziert werden, die eine automatische Auswertung erlaubt. Dies spricht für den Einsatz von Fitness zur Spezifikation von Anforderungen.

Eine schnelle und flexible Umsetzung wird durch gute Vorbereitung (Infrastruktur, Schablonen/Patterns etc) und eine Standard-Visualisierung sowie die Konzentration auf das Wesentliche erreicht. So ist es laut den Vortragenden nicht unüblich, dass es 1-2 Iterationen pro Woche gibt, in denen das Domändenmodell überarbeitet wird.

Um zu guten Ergenisse zu kommen ist eine offene Diskussion wichtig. Für die schnelle Umsetzung muss das Lösungslabor vor Konfliktpotential geschützt werden:

  • Es werden ausreichende Mittel bereitgestellt: “Chef, ich habe eine Idee” -> Mittel, Leute, Zeit
  • Die Projektgruppe muss geschützt werden, Experimente müssen erlaubt sein. Unnötig Vorgaben müssen vermieden.

Zusammenfassung

Vortragsfolien sind mittlerweile online, Bilder gibt es ebenfalls die ersten. Leider schaffen es die Bilder vom Entwicklertag einfach nicht online zu gehen. Schade, schade!

Was lief gut …

Wie immer eine interessante Veranstaltung mit vielen unterschiedlichen Vorträgen und Themen. Grundsätzlich auch ein wichtiges Event für das Networking. Freies Essen und Trinken sind auch spitze, die Location ist ebenfalls ok – wenn auch nicht so “kuschelig” wie früher im SI-Center.

Was mich gefreut hat: Sehr gute UMTS Verfügbarkeit.

Was könnte verbessert werden

Das JFS könnte einen Touch mehr “Web 2.0″ kompatibel werden ;-) Es fehlt beispielsweise immer noch ein offizielles Twitter-Tag und eine Twitter-Wall an prominenter Stelle. Wer einmal eine funktionierende (= sinnvoll befüllte) Twitter-Wall auf einer Veranstaltung erlebt hat, möchte dies nicht mehr missen: Rapid Feedback!

Schön wäre es auch, wenn es ein Wiki gäbe, in dem man die BOF-Sessions abstimmen könnte.

Wie sieht es eigentlich mit Video-Aufzeichnungen aus?

Das wars: Java Forum Stuttgart 2008

Das Java Forum Stuttgart 2008 hatte dieses Jahr wieder einige interessante Vorträge zu bieten. Im Gegensatz zu letzten Jahr wurde der Fokus stärker auf reine Entwicklerthemen gelegt – Vorträge zu Entwicklungsprozessen gab es leider nicht. Insgesamt haben wohl mehr als 1100 Personen teilgenommen, was zu ziemlichen Gedränge in den Pausen geführt hat.

Die BOF-Sessions – die es dieses Jahr zum ersten Mal gab – fanden anscheinend nicht den erhofften Anklang. Lediglich drei Sessions wurden vorgeschlagen, das Interesse war eher gering. Schade eigentlich.

Sessions

Advanced Eclipse BIRT Report Customization

Virgil Dodson, Actuate Corporation

Virgil konnte in seinem Vortrag einige Einblicke in die weitergehenden Konzepte von BIRT geben. Interessant war hier v.a. welche Möglichkeiten zur Beeinflussung der Reports existieren. Insgesamt war der Vortrag jedoch ein bisschen hektisch, zu viele kleine Informationsstückchen in kurzer Zeit.

Datenschaufler für Java

Frank Pientka, IMPAQ AG

Vortrag zum Thema ETL (Extraction Transform Load) mit überraschend vielen Zuhörern. Laut Frank ist das Thema ETL ja eher die “Schmuddelecke” der IT ;-)

Es wurde ein guter Überblick über Ansätze und Werkzeuge in diesem Bereich gegeben. Die Vorteile von Open Source Lizenzen wurden benannt (weniger Risiken, mehr Flexibilität, weniger Abhängigkeit) und das Thema ETL wurde auf der Gartner Hype-Kurve als “aufkommend” dargestellt.

Etwas genauer wurde auf die beiden Tools Kettle und Talend eingegangen. Sehr interessant, würde mich auch mal gerne damit beschäftigen – schließlich wollen meine Entwickler immer Unsummen für Importer/Migrationen investieren ;-)

Subversive and Fast Track – a Perfect Match

Timothy Ströbele, Polarion Software GmbH

Subversive als SVN-Integration in Eclipse, Fast Track als Issue-Tracker, der alle Informationen in SVN speichert. Super Lacher wurden durch die Popups in der Präsentation ausgelöst: “… your audience might get  tired” oder “They may be already asleep by now”.

Quelle: http://www.jfs2008.de/jfs/2008/folien/C5..pdf

Geschäftsprozesse & Regeln mit jBPM & Drools – ein unschlagbares Team

Bernd Rücker, camunda services GmbH

Die Einführung in jBPM und Drools hat mein Interesse an diesen Frameworks/Tools geweckt. Wenn ich (irgendwann mal) Zeit habe, muss ich mir jBPM und vor allem die Rules Engine Drools unbedingt mal ansehen ;-)

Collaborative Software Development – Developing Software like a band plays Jazz

Dr. Erich Gamma, IBM Rational

In dem Vortrag wurde die team-orientierte Entwicklungsumgebung (“collaborative development environment”) Jazz vorgestellt. Erich hat sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Jazz KEIN Open Source Projekt ist und alle Elemente (SCM, Items, Build, Reporting) neu entwickelt wurden. Da alles neu geschrieben wurde, konnten alle Prozesse und Komponenten aufeinander abgestimmt werden. Dadurch ist es mit JAZZ möglich über Work Items alle Aktionen von der Erfassung von Anforderungen bis zum Deplyoment nachzuvollziehen.

Auf die Frage, ab welcher Teamgröße JAZZ Sinn machen würde, hat Erich darauf hingewiesen, dass es sein Ziel ist, dass die Plattform für Teams ab zwei Personen sinnvoll nutzbar ist. JAZZ “darf nicht im Weg stehen”.

Wer eine neue Plattform für die Softwareentwicklung sucht, sollte den Einsatz von JAZZ einmal prüfen. Eine kostenlose Community Edition existiert.

Mittagessen

Wie schon letztes Jahr, gabs lange Schlangen vor dem Buffett – das kann man sicherlich besser organisieren! Teilweise waren die Buffetts auch recht schnell leergeräumt, das Personal kam mit dem Auffüllen nicht nach. Die Qualität des Essens war früher im SI-Center auch besser ;-)

Abendveranstaltung

Wieder Schlangen – diesmal vor dem Bierausschank. Auch dieser Teil war im SI-Center früher besser, v.a. weil die Lokalität sehr steril wirkt.